Lungenprotektive Beatmung
PEEP (positive end-expiratory pressure) PEEP bezeichnet einen bei der Beatmung künstlich in der Lunge erzeugten positiven Druck, der nach Abschluss der Ausatmung (Exspiration) anliegt. Wirkung des PEEP Verbesserung der Oxygenierung durch => Vermeidung des endexspiratorischen Alveolarkollapses (”Airway closure”) => Offenhalten von Lungenkompartimenten während des Atemzyklus (”Alveolar recruitment”) => Vergrößerung der funktionellen Residualkapazität (FRC) => Gasaustauschfläche => Reduzierung des intrapulmonalen Rechts-Links-Shunts => Verbesserung des Ventilations-/Perfusionsverhältnisses (V/Q) Literatur 1. Muench E et al. (2005)     Effects of positive end-expiratorypressure on     regional cerebral blood flow, intracranial     pressure, and brain tissue oxygenation.    Crit Care Med. Oct;33(10):2367-72. 2.: Luecke T., Pelosi P, Quintel M (2007)     Hämodynamische Effekte der mechanischen     Beatmung.     Anästhesist 56:1242–1251 Nebenwirkung des PEEP Hämodynamik: => Erhöhung des intrathorakalen Drucks => Erhöhung des zentralvenösen Drucks (ZVD) => Senkung des venösen Rückstroms => Vorlastsenkung => Abnahme des Herz-Zeit-Volumens (HZV) => Abnahme der Organperfusion (Nieren-, Leber- und Splanchnikusdurchblutung) Ein hoher PEEP erhöht weder den intrakraniellen Druck noch vermindert es den cerebralen Blutfluß per se. Jedoch spielen die negativen Effekte auf die Hämodynamik, wie Senkung des HZV und somit Abnahme des mittleren arteriellen Blutdrucks eine wichtige Rolle in der cerebralen Durchblutung (1), besonders in Fällen mit gestörter cerebrovasculären Autoregulation. (z.B. Subarachnoidalblutung,...) Pulmonal: => Alveolar collapse => unterhalb des “lower inflection point” Folge: - Atelektasen - Abnahme des V/Q (<0,8) => Rechts-Links-Shunts => Überdehnung => “stress and strain” => oberhalb des “upper inflection point” Folge: - Zunahme des V/Q (>0,8) - Zunahme funktioneller Totraum - Ruptur von Alveolen (Pneumothorax)